Das Barbie-Syndrom

Auch Blondinen müssen aufpassen, welche Farben sie zu ihrer Haarfarbe tragen, denn nicht alles harmoniert mit dem Gold auf dem Kopf. Aber Pink gehört nicht dazu, oder?

Blond + Pink = Barbie

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Foto: Jana Kühnler

Sie prägt ganze Nationen, spaltet die Gemüter und ist immer wieder für eine Diskussion gut – nein ich spreche nicht von Frau Merkel, sondern von Barbie. Auch wenn nicht jeder sie leiden kann, so kennt sie auf jeden Fall jeder. Und mit Barbie ist auch die Haarfarbe Blond verbunden und jedes Kind weiß, dass Barbie mit Vorliebe enge, pinkfarbene Kleider trägt. Damit bedient sie natürlich ein Klischee und sorgt dafür, dass auch „echte“ Blondinen mit einer Vorliebe für Pink manchmal unangenehm auffallen. Das beschäftigt mich natürlich, denn auch ich muss zugeben, dass mein Kleiderschrank leicht pinklastig ist. Nachdem mein Chef dann letztens noch meinte, er könne Frauen in flachen Schuhen und gedeckten Farben nicht ernst nehmen, fühlte ich mich bestätigt. Ich habe allerdings nicht daran gedacht, dass dies auch einen Hauch von Ironie beinhalten könnte.

Pink mit Selbstbewusstsein tragen

Nachdem ich also jetzt eine Weile darüber nachgedacht habe, ob Blondinen in Pink eventuell schnell in festen Schubladen landen, bin ich zu einem Ergebnis gekommen: Die Masse macht es. Es ist durchaus okay, die Barbie-Linie eingeschränkt zu genießen. Aus dem Alter, das pinkfarbene Ensemble bestehend aus Kleid, Rock, Socken und Lackschuhen zu tragen, ist man nach dem 7. Lebensjahr vielleicht raus, aber es ist legitim, das Outfit mit Farbe aufzulockern, auch mit Pink bei blonden Haaren. Der Vorteil daran, eine Blondine zu sein ist ja, dass man immer wieder den Gegenüber mit klugen Argumenten überraschen kann, da diese nur selten erwartet werden und wenn man gerne Pink trägt, noch weniger. Ich erkenne also die Freiräume, die mein Stil mir einräumt, weiß diese zu schätzen und lächle über alle, die es nicht besser wissen.

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